Zahnarztklinik

Erste Hilfe bei Zahnschmerzen: Der Soforthilfe-Guide

Erste Hilfe bei Zahnschmerzen: Der Soforthilfe-Guide – Neues Update 2023

Wir sind eine kleine Gruppe leidenschaftlicher Zahnmediziner, die seit über 10 Jahren für die Öffentlichkeit schreiben. Unsere Mission ist es, genaue und aktuelle Informationen zur Mundgesundheit bereitzustellen, damit Menschen fundierte Entscheidungen über ihre Zahnpflege treffen können.
Wir wissen, dass eine ausgezeichnete Mundgesundheit für die allgemeine Gesundheit und das Wohlbefinden unerlässlich ist, und wir engagieren uns dafür, unseren Lesern dabei zu helfen, gesunde Zähne und gesundes Zahnfleisch zu erreichen und zu erhalten.

Die naheliegendste Lösung für jede Art von Zahnschmerzen ist, so schnell wie möglich einen Zahnarzt aufzusuchen. Wenn Sie jedoch nicht sofort zum Zahnarzt gehen können, müssen Sie in der Zwischenzeit möglicherweise einige Unannehmlichkeiten in Kauf nehmen. Die folgenden Tipps sollen Ihnen Erste Hilfe bei Zahnschmerzen bieten, um diese zu lindern, während Sie auf Ihren Zahnarzttermin warten.

Dabei gehen wir verschiedene Ursachen durch und zeigen jeweils, was Sie machen können und wann der Gang zum Zahnarzt unvermeidlich ist.

Zahnschmerzen durch Karies

Bakterien, die in Ihrem Mund leben, ernähren sich von dem enthaltenen Zucker in der Nahrung. Diese Bakterien bilden Plaque, die an der Oberfläche der Zähne haften bleibt.

Die von den Bakterien im Zahnbelag produzierten Säuren können die harte, weiße Beschichtung auf der Außenseite der Zähne durchdringen und Karies verursachen.

Das erste Anzeichen für Karies kann ein Schmerzempfinden sein, wenn Sie etwas Süßes, sehr Kaltes oder sehr Heißes essen. Manchmal sehen Kariesstellen wie braune oder weiße Flecken auf den Zähnen aus.

Erste Hilfe bei Zahnschmerzen durch Karies

Vermeiden Sie sehr kalte, sehr heiße, zucker- oder säurehaltige Speisen und Getränke.

Wenn Karies in die Dentinschicht der Zähne eindringt, kann er als Reaktion auf extreme Temperaturen Schmerzen verursachen. Putzen Sie Ihre Zähne daher mit warmem, nicht mit kaltem Wasser und spülen Sie im Anschluss mit warmen Wasser den Mund aus.

Wann zum Arzt?

Rufen Sie sofort Ihren Zahnarzt an, wenn Sie eines der folgenden Symptome verspüren:

  • Schmerzen am betroffenen Zahn, die länger als ein oder zwei Tage andauern,
  • Schmerzen am betroffenen Zahn, die durch äußerliche Reize wie kalte oder heiße Speisen oder Zucker- und Säurehaltiges ausgelöst werden
  • Rötungen des Zahnfleisches und Zahnfleischbluten, das nach Verwendung von Zahnseide oder Zahnbürste am betroffenen Zahn auftritt

Generell sollte bei Verdacht auf Karies zeitnah eine Untersuchung und Behandlung des betroffenen Zahnes erfolgen.

Zahnschmerzen durch Wurzelentzündung

Zahnschmerzen können durch eine Entzündung des zentralen Teils des Zahnes, der Pulpa, entstehen. Sie enthält Nervenenden, die sehr schmerzempfindlich sind.

Eine Entzündung der Pulpa, Pulpitis genannt, kann durch Zahnkaries, Traumata und Infektionen verursacht werden. Ein Hinweisgeber können starke Zahnschmerzen sein, die bis in den Kiefer ausstrahlen.

Erste Hilfe bei Zahnschmerzen durch Pulpitis

Es gibt verschiedene natürliche Hausmittel, mit denen Sie die Schmerzen einer Pulpitis lindern können.

Kalte Kompressen und Trinken von kaltem Wasser

Das Anlegen eines Eisbeutels oder einer kalten Kompresse ist eine bewährte Soforthilfe bei Zahnschmerzen durch Entzündungen. Ebenso das Trinken von kaltem Wasser führt kurzfristig zu einer Linderung der Schmerzen.

Dies ist eine einfache Methode, um sich besser zu fühlen, bis ein Zahnarzt den Zahn untersuchen kann.

Nelkenöl

Versuchen Sie, ein wenig Nelkenöl auf das umliegende Zahnfleisch zu tupfen. 

Knoblauch

Beim Zerdrücken von Knoblauch wird Allicin freigesetzt, eine Substanz, die Schmerzen und Entzündungen lindern soll. 

Das Kauen von Knoblauch oder das Einreiben eines wunden Zahns trägt dazu bei, Zahnschmerzen zu lindern.

Rezeptfreie Schmerzmittel aus der Apotheke

Schmerzmittel wie z.B. Ibuprofen erhalten Sie rezeptfrei in der Apotheke. Mit diesen Medikamenten können Sie die Zeit bis zum Aufsuchen eines Zahnarztes überbrücken.

Wann zum Arzt?

Kontaktieren Sie schnellstmöglich einen Zahnarzt, wenn Sie folgende der Symptome aufweisen:

  • permanente Schmerzen am betroffenen Zahn, die länger als ein oder zwei Tage andauern,
  • Schmerzen am betroffenen Zahn oder im Kiefer, die besonders in der Nacht, wenn Sie zur Ruhe kommen auftreten und Sie um den Schlaf bringen
  • pulsierende oder drückende Schmerzen, die in den gesamten Kopfbereich ausstrahlen
  • bei einem eingeschränkten Allgemeinbefinden
  • wenn rezeptfreie Schmerzmittel wie z.B. Ibuprofen keine Linderung der Beschwerden bringen

Auch hier gilt: Wenn das Unbehagen über einen längeren Zeitraum anhält, sollten Sie so schnell wie möglich Ihren Zahnarzt kontaktieren. Ein Verdacht auf Pulpitis sollte immer schnellstmöglich zum Gang zum Zahnarzt führen, bei Fieber und beeinträchtigtem Allgemeinbefinden auch sofort. Bei Casa Dentalis bieten wir unseren Patienten auch einen Notdienst sowie reguläre Wochenendsprechstunden an. Hier eine Übersicht unserer am Samstag offenen Zahnarztpraxen in Berlin.

Zahnschmerzen bei wurzelkanalbehandelten Zähnen

Wurzelkanalbehandlungen sind Behandlungen, die versuchen einen Zahn nach einer tiefen Karies, einer Entzündung etc. zu retten. Wenn dieser Versuch fehlschlägt, kann der bereits tote Zahn trotzdessen zu Entzündungen und starken Schmerzen um die Wurzelspitze herum führen und muss daher dringend behandelt werden.

Erste Hilfe bei Schmerzen

  • frei erhältliche Schmerzmittel aus der Apotheke wie z.B. Ibuprofen
  • bei Schwellungen: Kühlen der betroffenen Stelle und starke Sonneneinstrahlung vermeiden

Wann zum Arzt?

  • Bei Schwellungen rum um den betroffenen Zahn oder bei Schwellungen von Gesicht und Wangen
  • bei starken, drückenden Schmerzen, die ausstrahlen und zusätzlich zu Kopfschmerzen führen
  • bei einem reduzierten Allgemeinzustand

Erste Hilfe bei Zahnschmerzen Zahnarztbesuch

Zahnschmerzen durch freiliegende Zahnhälse und schmerzempfindliche Zähne

Der Teil des Zahns, der im Mund sichtbar ist, macht nur weniger als die Hälfte des eigentlichen Zahns aus – der Rest sitzt unter dem Zahnfleischrand und verankert den Zahn im Kieferknochen.

Während der freiliegende Teil des Zahns mit starkem Zahnschmelz überzogen ist, ist die Wurzel mit einem Bindegewebe überzogen, das schnell zerfallen oder sich abnutzen kann, wenn sich der Zahnfleischrand zurückbildet und die Wurzel dem Zähneputzen ausgesetzt ist.

Wenn der Zahnzement abgenutzt ist, erreichen starke Empfindungen wie Hitze und Kälte das Dentin und das Nervenmark im Inneren des Zahns und verursachen schmerzempfindliche Zähne mit leichten bis starken Beschwerden.

Freiliegende Zahnhälse werden in den meisten Fällen durch Zahnfleischrückgang oder Zahnfleischerkrankungen verursacht, aber auch andere Faktoren können dazu beitragen.

Soforthilfe bei dieser Art Zahnschmerzen

Interne Information: Empfindliche Zahnhälse reagieren immer nur bei Reizen, wie z.B. kalten Speisen. Sobald der Reiz weg ist, verschwindet der Schmerz. In Ruhe verspürt der Patient also keinerlei Beschwerden. Daher ist der Tipp Schmerzmittel einzunehmen kontraproduktiv.

Bei schmerzempfindlichen Zähnen sollten Sie vorrangig kalte Speisen z.B. Eis und gekühlte Getränke vermeiden. Beim Zähneputzen empfiehlt sich warmes Wasser zu verwenden. Zusätzlich gibt es in der Apotheke oder in Drogerieläden spezielle Zahnpasten, die extra für schmerzempfindliche Zähne entwickelt worden sind und beim regelmäßigen Verwenden zu einer Linderung der Beschwerden führen.

Wann zum Arzt?

Sollten Ihre Zahnhälse dauerhaft und über einen längeren Zeitraum beim Einnehmen kalter Speisen wie z.B. Eis oder gekühlte Getränke Beschwerden verursachen, ist das Aufsuchen eines Zahnarztes ratsam. Dieser kann den betroffenen Zahnhals versiegeln oder auffüllen, um so die Reizweiterleitung und den Schmerz zu unterbinden.

Zahnschmerzen durch herausgefallenen oder beschädigten Zahnersatz oder defekte Füllungen

Bei Unregelmäßigkeiten in der täglichen Routine oder bei verpassten Kontrolluntersuchungen kann ein Zahnersatz brechen oder eine Füllung im Laufe der Zeit aus einem Zahn herausfallen. Manchmal können die Bakterien in Ihrem Mund in den Spalt zwischen einer alten Zahnfüllung und dem Zahnschmelz eindringen.

Dies kann zu Empfindlichkeit, allgemeinem Unbehagen oder zunehmenden Zahnschmerzen führen. Ohne Behandlung kann dies zu einer schweren Karies im Inneren des Zahns führen.

Erste Hilfe bei Zahnschmerzen durch herausgefallene oder defekte Füllungen oder Zahnersatz wie zum Beispiel Inlays oder Kronen

Wenn sich Füllungen oder Kronen von Zähnen gelöst haben, ist der betroffene Zahn oftmals schmerzempfindlich gegenüber äußeren Reizen wie z.B. Kälte. Daher empfielt es sich bis zum Aufsuchen eines Zahnarztes kalten Speisen oder Getränke zu vermeiden und beim Zähneputzen warmes Wasser zu verwenden.

Zusätzlich können sie bei herausgefallenen Kronen kurzfristig selbst Hilfe schaffen, in dem Sie die Krone z.B. mittels Prothesenhaftcreme oder spezieller provisorischen Befestigungszemente, die in der Apotheke erhältlich sind, wieder fixieren. Das Aufsuchen eines Zahnarztes ist anschließend trotzdessen aber unausweichlich.

Erste Hilfe bei Zahnschmerzen durch beschädigten Zahnersatz

Ist Ihr Zahnersatz beschädigt, also zum Beispiel ein Teil der Krone gebrochen, können unter Umständen scharfe Kanten entstehen, die zu einer Reizung der umliegenden Schleimhäute und Zunge führen können. Hier kann etwas Zahnspangenwachs aus der Apotheke helfen, mit diesem Sie die beschädigte Stelle kurzfristig abdecken können.

Wann zum Arzt?

Bei anhaltenden und akuten Zahnschmerzen ist ein schnellstmöglicher Besuch beim Zahnarzt notwendig. Je länger Sie zögern, desto wahrscheinlicher ist es, dass die Karies die empfindliche Kernstruktur des betroffenen Zahns angreift.

Beschädigter Zahnersatz sollte schnellstmöglich repariert werden. Entstehen bei Abbrüchen scharfe Schnittkanten, sollten Sie nicht damit warten, sondern den Notdienst aufsuchen.

Schmerzen durch Zahnfleischentzündungen und Parodontitis

Parodontitis tritt auf, wenn eine Zahnfleischentzündung über einen längeren Zeitraum unbehandelt bleibt.

Bei einer Parodontitis kommt es durch aggressive Bakterien zu einem Abbau des Zahnhalteapparates. Unbehandelt kann dies zu fortschreitenden, entzündlichen Prozessen im umliegenden Knochen und Zahnfleisch führen, der mit den Verlust von Zähnen einhergehen kann. Diese Entzündungen können zu Schmerzen, Schwellungen und Blutungen am Zahnfleisch führen.

Soforthilfe bei Zahnschmerzen durch Zahnfleischprobleme

Eine Spülung mit Wasserstoffperoxid kann zur Linderung von Schmerzen und Entzündungen beitragen. Laut einer Studie tötet Wasserstoffperoxid nicht nur Bakterien ab, sondern kann auch Plaque reduzieren und Zahnfleischbluten beheben. Zusätzlich sollte versucht werden, die Zähne gründlich zu reinigen, nicht nur mit einer Zahnbürste sondern auch mittels Interdentalbürstchen oder Zahnseide, um die für die Entzündung ursächlichen Bakterien zu beseitigen.

Wann zum Arzt?

Wenn die Zahnschmerzen länger als 1 bis 2 Tage andauern, sich stark anfühlen und zusätzlich Schwellungen und Rötungen rund um das Zahnfleisch auftreten, sollten Sie sofort einen Zahnarzt aufsuchen.

Zahnschmerzen durch abgebrochene Zähne und Zahnfrakturen

Ein abgebrochener Zahn kann schmerzhaft sein und muss schließlich von einem Zahnarzt behandelt werden, um weitere Schäden oder Komplikationen zu vermeiden. Es gibt jedoch einige Dinge, die Sie selbst tun können, um Schmerzen und Symptome zu lindern.

Erste Hilfe bei Zahnschmerzen durch Frakturen

Sollte es durch einen Sturz, einen Sportunfall oder anderen Gewalteinwirkungen zu einer Fraktur eines Zahnes insbesondere der vorderen Schneidezähne kommen, sollte schnellstmöglich ein Zahnarzt aufgesucht werden. Bis dahin können Sie Folgendes zur Linderung der Beschwerden anwenden:

  • Spülen Sie Ihren Mund aus: Spülen Sie den Mund nach jeder Mahlzeit vorsichtig aus, um den abgebrochenen Zahn von Ablagerungen zu befreien.
  • Eis zum Abschwellen: Wenn eine Schwellung entsteht, insbesondere an Lippen oder Wangen, legen Sie so lange wie nötig in Abständen von 15 Minuten Eis auf.
  • Verwenden Sie Gaze für Blut: Verringern Sie Blutungen, indem Sie saubere Gaze in den Mund in der Nähe der betroffenen Stelle legen.
  • Rezeptfreie Schmerzmittel: Nehmen Sie bei stärkeren Beschwerden in der Apotheke erhältliche Schmerzmittel wie z.B. Ibuprofen ein.

Wann zum Arzt?

Unabhängig von den Schmerzen sollten Sie bei Frakturen der Zähne sofort einen Zahnarzttermin vereinbaren. Die Reparatur eines abgebrochenen Zahns ist für die allgemeine Gesundheit und das Wohlbefinden unbedingt notwendig. Nehmen Sie dabei unbedingt alle abgebrochenen Zahnteile mit zum Zahnarzt und bewahren Sie diese unbedingt in Flüssigkeit wie z.B. Wasser oder Milch auf. Niemals im trockenen Taschentuch.

Casa Dentalis: Ihr Zahnarzt bei Zahnschmerzen in Berlin

Unsere Tipps zur Ersten Hilfe bei Zahnschmerzen können die unmittelbaren Schmerzen wirksam lindern, aber sie sind kein Ersatz für einen Besuch beim Zahnarzt. Vereinbaren Sie einen Termin, sobald Sie spüren, dass sich Zahnschmerzen ankündigen. Bei starken Zahnschmerzen steht Ihnen Casa Dentalis auch bei Notfällen mit einem Zahnarzt-Notdienst an Wochenenden zur Verfügung!

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Wir wissen, dass die Wahl eines Zahnarztes oder einer Zahnbehandlung überwältigend sein kann, aber wir hoffen, dass unsere Artikel dazu beitragen, den Prozess ein wenig zu vereinfachen.
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